Was ist Augmentin und wogegen wird es eingesetzt?
Augmentin ist ein bewährtes Antibiotikum, das zwei wirksame Bestandteile vereint: Amoxicillin, ein Penicillin-Derivat, und Clavulansäure, einen Betalaktamase-Hemmer. Diese Kombination erweitert das Wirkspektrum erheblich und macht das Medikament gegen zahlreiche bakterielle Infektionen einsetzbar. Dazu zählen Atemwegsinfekte wie Bronchitis oder Lungenentzündung, Mittelohrentzündungen, Harnwegsinfekte sowie Haut- und Weichgewebeinfektionen. Auch bei Zahnabszessen oder bestimmten Knocheninfektionen kann der Arzt Augmentin verordnen. Es wirkt nur gegen Bakterien; virale Erkrankungen wie eine gewöhnliche Erkältung oder Grippe werden damit nicht behandelt.
Das Arzneimittel wird in Österreich und vielen anderen Ländern seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt. Durch die Clavulansäure bleiben auch jene Keime empfindlich, die durch die Bildung von Enzymen Resistenzen gegenüber einfachem Amoxicillin entwickelt haben. Das macht Augmentin zu einer wichtigen Option, wenn Standardantibiotika nicht mehr ausreichen. Vor der Anwendung ist jedoch stets eine ärztliche Diagnose und Verschreibung notwendig, um Fehlanwendungen und die Entstehung weiterer Resistenzen zu vermeiden.
Die Darreichung erfolgt meist als Tablette oder als Suspension für Kinder. Die genaue Auswahl der Stärke und Darreichungsform orientiert sich an der Schwere der Infektion, dem Alter und dem Körpergewicht des Patienten. Grundsätzlich gilt: Ein Antibiotikum sollte nur so lange und in der Dosierung eingenommen werden, wie es der Arzt verordnet hat. Ein vorzeitiges Absetzen kann dazu führen, dass Bakterien überleben und die Infektion erneut aufflammt.
Wie wirkt Augmentin im Körper?
Amoxicillin gehört zur Klasse der Penicilline und greift in den Aufbau der bakteriellen Zellwand ein. Es blockiert ein bestimmtes Enzym, das für die Quervernetzung der Zellwandbausteine verantwortlich ist. Dadurch wird die Zellwand instabil, und die Bakterien sterben ab. Viele Bakterien besitzen jedoch ein Abwehrsystem: Sie produzieren das Enzym Betalaktamase, das Amoxicillin spaltet und unwirksam macht. Genau hier setzt die Clavulansäure an.
Clavulansäure ähnelt chemisch den Betalaktam-Antibiotika, besitzt aber selbst kaum antibakterielle Wirkung. Stattdessen bindet sie sich fest an die Betalaktamase und inaktiviert sie dauerhaft. Ohne diesen Schutzmechanismus kann das Amoxicillin seine volle Wirkung entfalten. So gelingt es Augmentin, auch gegen Stämme vorzugehen, die gegen Amoxicillin allein resistent wären. Dieser Synergieeffekt ist der entscheidende Vorteil der Kombination.
Nach der Einnahme werden beide Wirkstoffe rasch aus dem Magen-Darm-Trakt aufgenommen. Die maximale Konzentration im Blut wird üblicherweise innerhalb von ein bis zwei Stunden erreicht. Die Substanz verteilt sich gut im Gewebe und erreicht die meisten Infektionsherde. Die Ausscheidung erfolgt überwiegend über die Nieren. Für eine zuverlässige Keimabtötung ist ein gleichmäßiger Wirkspiegel über den gesamten Therapiezeitraum entscheidend, weshalb die Einnahme streng nach ärztlichem Zeitplan erfolgen muss.
Welche Darreichungsformen und Stärken gibt es?
Augmentin ist in verschiedenen Formen verfügbar, um unterschiedlichen Patientengruppen gerecht zu werden. Die häufigsten sind:
| Form | Typische Stärken (Amoxicillin/Clavulansäure) | Häufige Anwendung |
|---|---|---|
| Filmtabletten | 500/125 mg, 875/125 mg | Erwachsene und Jugendliche über 40 kg |
| Trockensaft | 125/31,25 mg pro 5 ml, 250/62,5 mg pro 5 ml | Kinder (gewichtsadaptiert) |
| Brausetabletten | 500/125 mg | Patienten mit Schluckbeschwerden |
Die übliche Erwachsenendosis liegt bei 500/125 mg dreimal täglich oder 875/125 mg zweimal täglich über einen Zeitraum von meist fünf bis zehn Tagen. Bei Kindern wird die Dosierung sorgfältig nach Körpergewicht berechnet. Die Trockensaftsuspension muss vor jeder Anwendung frisch zubereitet werden und ist im Kühlschrank begrenzt haltbar. Eine individuelle Anpassung durch den Arzt ist unerlässlich, insbesondere bei eingeschränkter Nierenfunktion oder Lebererkrankungen.
Die Einnahme sollte stets zu Beginn einer Mahlzeit erfolgen, um die Aufnahme zu verbessern und mögliche Magenunverträglichkeiten abzumildern. Teilen oder Zerkauen der Tabletten kann die Freisetzung der Wirkstoffe verändern und wird nicht empfohlen. Bitte lassen Sie sich von Ihrer Ärztin oder Ihrem Apotheker genau erklären, wie die verordnete Form einzunehmen ist. Ein eigenmächtiger Wechsel der Darreichung oder Dosierung gefährdet den Behandlungserfolg.
Welche Nebenwirkungen und Sicherheitshinweise sind zu beachten?
Wie alle Arzneimittel kann auch Augmentin Nebenwirkungen hervorrufen, die aber nicht bei jedem auftreten. Zu den häufigsten Beschwerden zählen Magen-Darm-Reaktionen wie Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Diese lassen sich oft mildern, wenn das Medikament mit einer Mahlzeit eingenommen wird. Auch Hautausschläge oder Juckreiz kommen gelegentlich vor. Treten diese Symptome stark ausgeprägt auf oder halten sie an, sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren.
Schwerwiegende allergische Reaktionen sind selten, aber möglich. Wer auf Penicilline oder Cephalosporine allergisch reagiert, darf Augmentin nicht einnehmen. Anzeichen einer akuten Überempfindlichkeit sind Atemnot, Schwellungen im Gesicht oder an der Zunge und starker Hautausschlag – in solchen Fällen ist sofort der Notruf zu wählen. Auch bei früheren Leberfunktionsstörungen unter einer Amoxicillin/Clavulansäure-Therapie ist das Präparat kontraindiziert.
Während einer Antibiotikatherapie kann Alkohol die Erholung des Körpers belasten und Nebenwirkungen wie Übelkeit verstärken, auch wenn keine direkte chemische Wechselwirkung bekannt ist. Auf Alkohol sollte daher verzichtet werden. Ein erhöhtes Risiko für Leberschäden besteht bei länger dauernder Anwendung; der Arzt wird entsprechende Kontrollen durchführen. Bei Verdacht auf eine Überdosierung – etwa durch versehentliche Mehrfacheinnahme – ist unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen oder die Vergiftungszentrale zu kontaktieren.
Für Kinder unter zwei Jahren kann die Suspension individuell dosiert werden. Ältere Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion benötigen häufig eine Dosisanpassung. Wer andere Medikamente einnimmt, etwa blutgerinnungshemmende Mittel oder Allopurinol, muss den Arzt unbedingt informieren. Lesen Sie stets die Packungsbeilage und besprechen Sie Unklarheiten mit Ihrem Arzt oder in Ihrer Apotheke, bevor Sie mit der Einnahme beginnen.
Entwicklung, Wirkdauer und Alternativen zu Augmentin
Die Kombination aus Amoxicillin und Clavulansäure wurde in den späten 1970er Jahren entwickelt und kam Anfang der 1980er erstmals auf den Markt. Hintergrund war die zunehmende Resistenzbildung vieler Bakterienstämme gegen das gut verträgliche Amoxicillin. Durch die Hemmung der Betalaktamase gelang ein Durchbruch in der antibakteriellen Therapie, der Augmentin rasch zu einem weit verbreiteten Standardpräparat machte. Heute existieren zahlreiche Generika, die die gleiche Wirkstoffkombination enthalten.
Die spürbare Besserung einer akuten Infektion tritt unter Augmentin meist innerhalb von zwei bis drei Tagen ein. Dennoch muss die verordnete Behandlungsdauer strikt eingehalten werden, auch wenn man sich wieder gesund fühlt. Nur so werden alle Erreger zuverlässig beseitigt. Beide Wirkstoffe werden relativ rasch über die Nieren ausgeschieden; die Halbwertszeit liegt im Bereich von etwa einer Stunde, weshalb die mehrfache tägliche Einnahme notwendig ist, um einen ausreichenden Wirkspiegel aufrechtzuerhalten.
Besteht eine Penicillinallergie oder sprechen andere Gründe gegen den Einsatz von Augmentin, kommen verschiedene Alternativen infrage. Dazu zählen Antibiotika aus der Gruppe der Makrolide, Cephalosporine oder Fluorchinolone. Keines dieser Mittel ist jedoch pauschal besser; die Auswahl richtet sich nach dem erwarteten Erregerspektrum und den individuellen Patientenfaktoren. Auch schlichtes Amoxicillin ohne Clavulansäure kann bei empfindlichen Keimen eine gut verträgliche Option sein. Die Entscheidung muss stets der behandelnde Arzt treffen.
Augmentin rezeptpflichtig in Österreich – So bestellen Sie sicher
Augmentin unterliegt in Österreich der Rezeptpflicht. Sie benötigen daher ein gültiges ärztliches Rezept, um das Medikament legal erwerben zu können. In unserer online Apotheke gestaltet sich der Bestellvorgang transparent und sicher: Sie laden einfach eine Kopie Ihres Rezepts hoch oder übermitteln es uns per Post, sofern das Original später nachgereicht werden muss. Unsere Pharmazeuten prüfen die Verschreibung sorgfältig, bevor das Präparat versandt wird. Ein Kauf ohne ärztliche Verordnung ist weder bei uns noch in anderen seriösen Apotheken möglich.
Viele Patientinnen und Patienten schätzen die bequeme Bestellung von zu Hause aus. Wir bieten einen diskreten Versand direkt nach Österreich mit Sendungsverfolgung, sodass Sie jederzeit über den Status Ihrer Lieferung informiert sind. Falls Sie noch kein aktuelles Rezept besitzen, bieten einige telemedizinische Dienste in Absprache mit österreichischen Ärztinnen und Ärzten die Möglichkeit einer Onlinekonsultation; ob dies für Augmentin infrage kommt, klären unsere Fachkräfte gerne mit Ihnen. So stellen wir sicher, dass jeder Bezug den österreichischen Arzneimittelvorschriften entspricht.
In der Apotheke vor Ort erhalten Sie Augmentin selbstverständlich ebenfalls nur gegen Vorlage eines Rezepts. Der Vorteil unseres online Service liegt in der durchgehenden Verfügbarkeit und der Möglichkeit, Preise und Verfügbarkeiten in Ruhe zu vergleichen. Unsere Stammkunden profitieren zudem von einem automatischen Erinnerungsservice für die Rezeptbestellung bei Dauerverordnungen. Bitte beachten Sie: Ohne ein gültiges Rezept können wir das Medikament nicht aushändigen oder versenden.
Preis und Vorteile der Bestellung in unserer Online-Apotheke
Die Kosten für Augmentin können je nach Stärke, Packungsgröße und Abgabebedingungen variieren. In österreichischen Versandapotheken bewegen sich die Preise für gängige Packungen, etwa 875/125 mg Tabletten im 10er-Blister, häufig im mittleren zweistelligen Euro-Bereich. Generische Versionen der gleichen Wirkstoffkombination sind oft etwas günstiger. Da es sich um ein rezeptpflichtiges Arzneimittel handelt, kann die gesetzliche Krankenkasse einen Teil der Kosten übernehmen; die genaue Zuzahlung klären Sie direkt mit Ihrer Versicherung.
Eine lizenzierte Online-Apotheke wie die unsere bietet neben transparenten Preisen vor allem Sicherheit und persönliche Beratung. Anders als bei nicht zugelassenen Anbietern stellen wir sicher, dass jedes Medikament aus autorisierten Lieferketten stammt und ordnungsgemäß gelagert wurde. Bestellen Sie Augmentin bei uns, erhalten Sie stets eine deutschsprachige Packungsbeilage und können bei Unklarheiten eine qualifizierte pharmazeutische Beratung in Anspruch nehmen. Das Rezeptmanagement übernehmen wir zuverlässig und unkompliziert.
Der Versand innerhalb Österreichs erfolgt in neutralen Verpackungen und wird in der Regel innerhalb von ein bis zwei Werktagen nach Rezepteingang zugestellt. Für Eilbestellungen bieten wir einen Expressversand an. So müssen Sie nicht auf die nächste Öffnungszeit einer lokalen Apotheke warten, sondern können Ihre Therapie nahtlos fortsetzen. Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie Fragen zu Ihrem Medikament oder zum Bestellablauf haben – wir begleiten Sie von der Beratung bis zur Lieferung.
Häufig gestellte Fragen zu Augmentin
Wie sollte Augmentin eingenommen werden?
Augmentin wird in der Regel zu einer Mahlzeit eingenommen, um die Verträglichkeit zu verbessern und mögliche Magenbeschwerden zu reduzieren. Die genaue Dosierung und Einnahmedauer richtet sich nach der Art der Infektion und der ärztlichen Anweisung. Vergessen Sie nicht, das Antibiotikum auch nach Abklingen der Symptome noch bis zum Ende der verordneten Therapie fortzusetzen.
Beeinflussen Milchprodukte die Wirksamkeit von Augmentin?
Milchprodukte wie Joghurt oder Käse beeinflussen die Aufnahme von Augmentin nicht wesentlich. Sie können das Medikament mit einem Glas Milch einnehmen, falls es dadurch für Sie bekömmlicher wird. Bei empfindlichem Magen wird generell die Einnahme zu einer Mahlzeit empfohlen.
Darf ich während der Einnahme von Augmentin Alkohol trinken?
Ein moderater Alkoholkonsum führt in der Regel nicht zu direkten Wechselwirkungen mit Augmentin. Dennoch kann Alkohol die körpereigene Abwehr schwächen und den Heilungsprozess verlangsamen. Aus medizinischer Sicht wird empfohlen, während einer Antibiotikatherapie ganz auf Alkohol zu verzichten.
Welche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind bei Augmentin möglich?
Besondere Vorsicht ist bei der gleichzeitigen Einnahme von Allopurinol, Methotrexat oder bestimmten Blutgerinnungshemmern geboten. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker über alle Medikamente, die Sie einnehmen – auch über rezeptfreie Präparate. Wechselwirkungen können die Wirkung von Augmentin oder des anderen Arzneimittels beeinflussen.
Wie sollte Augmentin zuhause aufbewahrt werden?
Lagern Sie das Arzneimittel bei Raumtemperatur, geschützt vor Feuchtigkeit und Licht, und außerhalb der Reichweite von Kindern. Flüssige Suspensionen sind nach der Zubereitung meist im Kühlschrank zu lagern und innerhalb einer bestimmten Frist aufzubrauchen. In Österreich ist Augmentin nicht rezeptfrei erhältlich; es darf nur nach ärztlicher Verordnung angewendet werden.
Kann Augmentin während der Schwangerschaft oder Stillzeit eingenommen werden?
Die Anwendung in der Schwangerschaft sollte nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den behandelnden Arzt erfolgen. In der Stillzeit gehen geringe Wirkstoffmengen in die Muttermilch über, gelten aber in der Regel als unbedenklich. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Augmentin in dieser Lebensphase einnehmen.
Dürfen Augmentin-Tabletten geteilt oder zerkleinert werden?
Filmtabletten sollten im Ganzen mit ausreichend Flüssigkeit geschluckt werden, da eine Zerkleinerung die Freisetzung des Wirkstoffs und die Verträglichkeit beeinträchtigen kann. Bei Schluckbeschwerden stehen alternative Darreichungsformen wie Suspensionen zur Verfügung. Fragen Sie hierzu Ihre Ärztin oder Ihren Apotheker.
Ist die gleichzeitige Einnahme von Probiotika mit Augmentin sinnvoll?
Ja, die Einnahme von Probiotika während der Antibiotikabehandlung kann helfen, die Darmflora zu unterstützen und Durchfall vorzubeugen. Achten Sie auf einen zeitlichen Abstand von mindestens zwei Stunden zur Antibiotikadosis, um eine gegenseitige Beeinträchtigung zu vermeiden. Besprechen Sie die Auswahl eines geeigneten Probiotikums am besten mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
Was ist bei der Anwendung von Augmentin bei Kindern zu beachten?
Die Dosierung richtet sich streng nach dem Körpergewicht des Kindes und wird von der Kinderärztin oder dem Kinderarzt festgelegt. Für jüngere Kinder wird häufig die flüssige Suspension bevorzugt, da sie leichter zu schlucken ist. Geben Sie Augmentin immer genau nach ärztlicher Anweisung und beenden Sie die Therapie nicht vorzeitig.
Pharmazeutische Validierung
Die fachliche Richtigkeit der Inhalte dieser Produktseite zu Augmentin wurde von Mag. pharm. Lukas Bauer, einem in Österreich zugelassenen Apotheker (Apothekerregisternummer A-52813, Österreichische Apothekerkammer), geprüft und bestätigt.
Prüfdatum: 27. Februar 2025
Rechtlicher Hinweis: Die hier bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich allgemeinen Informationszwecken und stellen keine ärztliche Beratung dar. Sie ersetzen nicht die persönliche Konsultation einer Ärztin oder eines Arztes. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Fragen zur Einnahme von Medikamenten wenden Sie sich bitte an eine medizinische Fachperson oder Ihre Apotheke.
Wo Sie Augmentin erhalten
Unsere Apotheke finden Sie unter der Adresse:
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